Berufserkundung im Rahmen des BOGy-Projekts bei der Firma Sysnet

 

zur Person

 

Das Praktikum (Zeitraum: vom 10.03. - 14.03.08)

Während meiner einwöchigen BOGy-Praktikumszeit habe ich die meiste Zeit in der Werkstatt verbracht um dort PCs zusammenzuschrauben und zu konfigurieren. Nebenbei wurden von mir auch andere Tätigkeiten abverlangt, zum Beispiel Assistieren bei Kundenbesuchen oder die Fehlerdiagnose und anschließende Reparatur von PCs.

Wenn ein neuer Rechner aufgebaut werden sollte, wurde zuallererst ein "Paket" der notwendigen Bauteile erstellt (Gehäuse, Mainboard, Brenner, Festplatte, Software etc.). In aller Ruhe wurde dann Teil für Teil zusammengesetzt. Ein echtes "Highlight" war jedes Mal die "Hochzeit" (so nenne ich es jetzt mal in Anlehnung an den Begriff in der Kfz-Industrie :-) ): Die Vereinigung von Mainboard und Prozessor samt Kühler und Lüfter. Bestätigung empfand man wenn der PC nach dem Anschließen aller Bauteile an die Stromversorgung ohne zu murren ansprang. Man wusste, dass man keine Fehler beim Zusammenbau gemacht hatte und konnte sich direkt an den relativ einfachen Teil der Softwareinstallation machen, denn zu den Aktivitäten des "Systembuilder" gehört das komplette Aufbauen und Aufsetzen des Rechners hinsichtlich Hardware und Software, damit der Kunde nach der Übergabe sofort loslegen kann (ähnlich wie beim Fertighaus). So konnte nach dem Aufspielen des Betriebssystems (in den meisten Fällen Windows XP Professional) mit der Installation der Treiber, Antivirensoftware und der Updates der Aufbau eines Computers abgeschlossen werden.

Immer, wenn ein Kunde seinen PC zur Firma brachte, weil dieser ein Problem hatte (z.B. dass der PC nicht mehr bootet), stand zuallererst eine Fehlerdiagnose an, um zu prüfen, ob ein Hard- oder Softwarefehler das Problem verursachte. War es ein Hardwarespezifisches Problem, konnte es einfach durch das Tauschen eines Bauteils behoben werden. Softwarefehler (z.B. Viren, falsche BIOS-Einstellungen oder fehlende Treiber) waren da schon komplexer, denn die Brachial-Methode, das Betriebssystem neu aufspielen, musste natürlich wegen des daraus resultierenden Datenverlusts vermieden werden. So konnte man mitunter Stunden vor einer "Checkdisk"-Prozedur oder einer Virensuche verbringen um einen Fehler zu beheben.

Die Kundenbesuche (meistens am Vormittag) waren immer wieder eine willkommene Abwechslung, denn mit der Zeit konnte es auch langweilig werden, wenn man den halben Tag z.B. auf ein Update warten musste. Beim Kunden angekommen (während meiner Praktikumszeit meistens Schulen) wurden neue Drucker geliefert und in Betrieb genommen, reparierte PCs wieder angeschlossen oder Vor-Ort-Reparaturen durchgeführt.

 

Fazit

Die Aufgaben, welche mich hier erwarteten, waren, da ich schon vorher ein Interesse und ein grundlegendes Know-how besaß, kein echtes Problem für mich; eigentlich hat das Praktikum sogar sehr viel Spaß gemacht. Vorallendingen das PC-Aufbauen, da ich meinen aktuellen PC schon vorher selbst zusammengeschraubt und konfiguriert hatte. Außerdem hatte ich schon vorher einigen Freunden bei Hard- oder Softwareproblemen aushelfen können, und so wurde mein schon bestehendes Grundwissen durch das Praktikum weiter ausgebaut.

Jedem, der ein Praktikum absolvieren muss (so wie ich ;-) ) und sich sehr für Computer & co. interessiert, kann ich nur empfehlen, es bei Sysnet zu machen. Es gibt keinerlei Zeitvorgaben und man kann in Ruhe arbeiten. Größtenteils arbeitete ich zwar selbstständig, aber wenn ich mal nicht weiter wusste oder mir nicht sicher war, konnte ich mich immer an das hilfsbereite und immer freundliche Personal wenden. Auch die Arbeitszeiten von 9-12 Uhr und 14-17 Uhr waren total in Ordnung.